11./12. Februar 2010 - Drogi

Essen im Kreuz – die Beiz mit dem leckersten (Achtung: Unwort!) Schokoladenkuchen der Welt

Ein ganz normaler Donnerstag in den Schulferien – eigentlich nichts Besonderes. Also nutzen wir ihn doch und verabreden uns mit Freunden zum traditionellen Pastaessen im Kreuz. Um zwölf Uhr trafen wir, Peanut und Drogi, dann Peet am Bahnhof und machten uns auf die Söckchen zur ersten Etappe dieses Tages. Nach dem Essen stiess der liebe Oli aus Bern noch zu uns, und man begab sich zu einem gemütlichen Kaffee in der Landhausbar (welche gewählt wurde, weil sie näher an der Bushaltestelle ist – auch bei uns obsiegt manchmal die Faulheit). Bei diesem Kaffeeklatsch durften alle mal so richtig Kreativ sein (nach zwei Tagen sind die Zeichnungen auf meiner Hand endlich weg), und wir erkannten: Wer einen Stift in den Händen hält, fühlt sich um einiges schlauer. Leider lief uns die Zeit davon, und Peet musste sich auf den Nachhauseweg machen. Nach einem Check am Bahnhof stellten wir fest, dass Oli aber noch beinahe eine halbe Stunde auf seinen nächsten Zug warten musste. Um die Zeit zu überbrücken, zogen wir mit Oli zum Kapitalisten (besser bekannt als McDonalds). Nach einem Eis und sinnlosen Diskussionen, gefolgt von der Pinguinformation während des Wartens auf den Bus reisten wir zurück an den Bahnhof. Dort zog es Oli nach Bern, und wir besorgten noch Proviant und stiegen in den Zug nach Zürich.

 

Next Stop: Zurich Mainstation

„Wir begrüssen Sie im ICN nach Olten, Aarau, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Flughafen…“ Wir kennen es langsam auswendig. Es war eine nette Zugfahrt, voller sinnlosen Gesprächen über alles Mögliche. Und nebenbei mit 20 Minuten lesen und Kreuzworträtsel lösen. Die Zeit verging rasch, und schon bald hiess es „… Next Stop: Zurich Mainstation…“ Gut, was macht man an einem verdammt kalten Donnerstagabend um 16:30 in Zürich, wenn man anderthalb Stunden totschlagen muss? Genau. Zuerst mal Blümchen für Tobi kaufen. Danach wollten wir uns auf den Rückweg an den HB machen, um unsere liebe Line abzuholen. Doch was soll man tun, wenn man auf dem Weg dahin einen Franz Carl Weber entdeckt und Peanut von der Schaufensterdeko fasziniert ist? Jedenfalls haben wir uns noch auf einem dieser tollen Zeichenbretter für Kinder verewigt. Wir kennen die Dinger alle, mit einem Stift kann man auf die Oberfläche malen, und schiebt man den Riegel unten am Brett auf die andere Seite, verschwindet alles wie durch Zauberhand. Magic! Leider existieren keine Bilder von unserem Kunstwerk, aber es handelt sich dabei um eine künstlerisch hochstehende Darstellung eines Symbols für Liebe und die passende Anordnung der Namen vieler toller Leute. Für alle, die Kunst blöd finden: Wir malten ein Herz und krakelten die Namen von einigen tollen Leuten hinein.

Dann war es aber wirklich Zeit für uns, an den HB zu fahren um Céline zu treffen. Sie wollte dann unbedingt noch Claire’s besuchen, und nachdem wir uns noch einen Gratis-Kaffe besorgt hatten war es auch schon Zeit für unsere nächste Etappe.

 

Wil hat einen schönen Bahnhof.

Nachdem wir uns einen Platz im Zug gesucht hatten, sassen auch bald zwei Piratinnen in das Abteil gegenüber.  Wir waren selbst in mehr oder weniger tiefgründige Diskussionen vertieft, als eine der Piratinnen Céline eine Italienische Süssigkeit anbot. Ein Schleckmäulchen wie unsere Line manchmal ist, nahm sie es gerne. So begann das Gespräch. Wir diskutierten über die Kantis und Fachmittelschulen – und lernten dabei, dass es einem nichts bringt, wenn man einfach eine Karotte isst. Man muss dazu natürliche Fette aufnehmen um die Vitamine in der Karotte verwerten zu können. Oke.

Und dann ging das mit den SMS los. Line erhielt ein SMS von Tobi – es klappe leider doch nicht mit dem Besuch, er müsse arbeiten. Was jetzt? Es startete ein Telefonterror auf den armen Tobi. Ohne Erfolg. Was tun? Kurz vor Will beschlossen wir dann, dass wir das Vorhaben wohl oder übel abbrechen zu müssen. Line beschloss kurzerhand schon an diesem Abend zu ihrem Freund, Marc, zu reisen, anstatt am nächsten Morgen. Unsere liebe Line wurde dann kurzerhand mitgeteilt, dass sie mit Marcs Mutter an ein Konzert der Militärmusik mit darf. Juhe, Freude herrscht. Wer wollte nicht schon immer Männer in Grün Marschmusik spielen sehen? Ach ja. Vergessen. Niemand.

Schön und Gut, wir nahmen stattdessen den nächsten Zug zurück Richtung Zürich. Unterwegs waren wir etwas enttäuscht, schliesslich war mal für nichts durch die halbe Schweiz gereist und hatte sich auf einen schönen Abend gefreut. Kurz die Kontaktliste im Handy gecheckt und schnell war man sich einig, dass man doch einfach jemand anderen anrufen könnte. Da wir auf dem Weg nach Zürich waren, war klar, dass wohl jemand der in Zürich oder der Nähe davon wohnt, am besten wäre. Also riefen wir mal auf Gut Glück den lieben Simon an. Der ging nicht ans Telefon. Also starteten wir mal wieder einen Telefonterror. Als wir zum etwa zehnten Mal Simons legendäre Comboxansage hörten, gaben wir auf. Wer wohnt in der Nähe von Zürich den wir besuchen möchten? Simons Bruder, David. Ja warum nicht? Basel ist doch nett. Nach kurzer Diskussion waren wir uns einig, dass wir zu David fahren könnten. Nach einem kurzen Anruf stelle sich heraus, dass dieser zur Zeit bei seinem Papa in Landquart ist, aber was sollst? Es war (wohl auch etwas gegen den Willen von Dave) beschlossene Sache.

 

Bienvegni en chantun Grischun

So sassen wir im Zug Richtung Landquart. Als ich realisierte, dass wir den Walensee entlang fuhren (und dabei auch durch Peets Heimat Walenstadt), merkten wir erst einmal richtig, wie lang wir unterwegs waren wo wir schon alles gewesen waren an diesem Tag. Eine kurze Zusammenfassung: Start in Solothurn. Via Aargau nach Zürich. Von dort, das Thurgau geschnitten, nach St.Gallen. Zurück nach Zürich. Weiter runter, Schwyz geschnitten,  Glarus geschnitten und dann ins tolle Bündnerland.

Ganz ehrlich: Etwas enttäuscht war ich schon vom Rheintal. Das Bündnerland stellt man sich ja immer voller Berge und Schnee vor. Und als ich vor ein paar Wochen in Davos war, sah es auch genau so aus. Aber dieses Mal? Ich glaube, in Solothurn lag nicht viel weniger Schnee herum.  Aber dafür liegt Solothurn nicht am Fuss eines so tollen Berges. Dieser Berg konnte mein Bedürfnis nach Klischees dann doch noch decken.

Angekommen bei Dave, hatten wir keine bessere Idee als Shaun das Schaf reinzuschmeissen und uns an ein paar Puschelschafen zu erfreuen. Der restliche Abend war – sagen wir speziell. Übergehen wir in mal in unserem Bericht.

Aber eines darf in diesem Bericht auf keinen Fall fehlen: das TRANSFORMERSOFA. Es handelt sich dabei einfach um eine der tollsten Erfindungen der Welt. Am Tag sieht es aus wie ein normales Sofa. Aber nachts, wenn irgendwelche Solothurnerinnen oder Saschas zu Besuch sind, verwandelt es sich in ein Bett…  Magic!

Am nächsten Morgen ging es relativ rasch (Notiz: Falls man jemanden aus dem Bett holen will, sollte man das genug früh machen. Sonst wacht er noch von selbst auf. Und das geht ja mal gar nicht). Wir assen was zum Frühstück, beobachteten die Transformation von Transformersofa und machten uns auch schon bald auf die Söckchen an den Bahnhof und fuhren Richtung Zürich.

 

Auf, auf nach Hause

Leider war der Zug nach Zürich rappelvoll. Deshalb mussten wir uns getrennt ein Plätzchen suchen, und nutzen beide die Zeit um etwas Musik zu hören und schlafende Soldaten zu beobachten (wirklich faszinierend, wie der Soldat, ich glaube es war ein Grenadier, versuchte in seiner Ecke zu schlafen). In Zürich holten wir uns im tollen Migros im Shopville noch Sandwiches („Ich hab irgendwie keinen Hunger… Oh mann, schau mal das riesen mega leckere Schinkennsandwich! Ich wills haben!&ldquo und hatten sogar noch Zeit, eine weitere Kaffeesorte beim Gratis-Kaffee-Stand zu probieren (etwas besser als die Sorte vom Donnerstag, aber gut ist immer noch etwas anderes). Bald ging es dann schon weiter mit dem ICN Richtung Solothurn. Dort nutzen wir die Zeit für sinnlose Malereien auf Gratiszeitungen. Da ich das Bedürfnis verspürte, zu beweisen, wie fit ich nach dieser Nacht noch war, malte ich ein tolles Einhornpony. Das Bild ist ja vielleicht noch akzeptabel, aber bei den Beschriftungen zeigten sich dann doch irgendwie die Folgen der letzten Nacht…  Das Tier wurde von mir mit „Drogen-Glitzer-Zauber-Einpony“  betitelt. Und es bekam natürlich noch eine Ortsangabe: GB (Landquart). Dass man den Ort zuerst und anschliessend den Kanton in Klammern angibt, darüber kann man streiten. Aber als ich belehrt wurde, dass man Graubünden mit GR und nicht GB abkürzt, wusste ich, dass es besser wäre, wenn ich wohl noch eine Runde Schlaf nachholen würde…

 

Alles in allem war es ein toller Ausflug, und an dieser Stelle bleibt mir wohl nur noch ein Danke und ein Sorry an Dave zu sagen. Es war toll, und ich verleihe dir an dieser Stelle offiziell den Titel „Coole Socke“.   Yay!

13.2.10 19:30

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